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Industriegold und Industriesilber: unterschätzte Werte

Gold ist seit Jahrtausenden ein hochgeschätztes Investmentgut und bewährt sich gerade in Krisenzeiten durch seine hohe Wertstabilität. Hinzu kommt der unbestreitbare Glamourfaktor des Edelmetalls, der Reiz, etwas „in der Hand zu haben“. Bei allem Hype um Barren und Münzen wird aber ein Bereich gerne vergessen: Industriegold und Industriesilber.

Aber was ist das überhaupt? Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin werden nicht nur zur Schmuckherstellung und als Wertanlage verwendet, sondern auch in vielen industriellen Bereichen verarbeitet. So ist Gold etwa für Leiterplatten in der Elektroindustrie notwendig oder für bestimmte Beschichtungen in der optischen Industrie. Diese Materialien heißen daher Industriegold und Industriesilber und werden in verschiedenster Form verbraucht: als Bleche, Bänder, Granulat, Flitter, Späne oder Legierungsblättchen. Auch in vielen Halbzeugen ist Edelmetall enthalten, hier besonders oft in der Form von Golddrähten. Dasselbe gilt für Industriesilber.

Wertvolle Abfälle

Bei der mechanischen Verarbeitung entstehen meist Abfälle wie Späne, Feilungen, Gekrätztes oder Stanzreste, bei der Galvanik fällt Goldflitter an. Diese Abfälle sind auch für Edelmetallhändler ein oft unterschätztes, aber durchaus interessantes Material. Vielen Industriebetrieben ist nämlich gar nicht bewusst, welchen Wert ihre Edelmetallabfälle haben; oft werden diese Reste daher einfach als Müll entsorgt, weil ihre Weiterverwertung zu aufwendig erscheint. 

Die anfallenden Mengen werden gar nicht erst erfasst, und oft genug ist völlig unbekannt, welcher Edelmetallanteil in den verwendeten Legierungen überhaupt vorhanden ist. So hält sich etwa hartnäckig die Auffassung, dass die Farbe der Legierung einen Aufschluss über deren Wert gibt, was nicht richtig ist. Edelmetallschrott ist oft viel wertvoller, als die Betriebe denken. Aber auch Halbzeuge, die ungenutzt im Lager liegen, weil sie für die laufenden Prozesse nicht mehr gebraucht werden, können in dieser Hinsicht interessant sein: Selbst wenn sie nur zu kleinen Teilen aus Industriegold oder -silber bestehen, ist die Menge der Edelmetalle oft für den Handel relevant.

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Interessante Perspektive für Edelmetallhändler

Der Handel mit Industriegold mag auf den ersten Blick etwas mühsam erscheinen: Oft liegen die Abfälle nicht in reiner Form vor, sie sind mit anderen Materialien vermischt und es handelt sich um die unterschiedlichsten Legierungen. Aber auch wenn die anfallenden Mengen nicht besonders groß erscheinen, fallen sie meist über einen längeren Zeitraum an und lassen sich daher gut kalkulieren. Für Edelmetallhändler bietet sich hier ein interessantes Geschäftsfeld; vor allem dann, wenn diese den verarbeitenden Industriebetrieben einen Komplettservice anbieten, der von der Erfassung und Analyse der Metallabfälle bis zu deren Abholung und Trennung reicht.

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Unterschätztes Industriesilber

Noch spezieller ist der Handel mit Industriesilber. Es wird in der Fertigungstechnik viel häufiger eingesetzt als Gold, etwa in der Elektronik oder bei der Oberflächenbeschichtung. Daher sind natürlich auch die Abfallmengen deutlich höher. Aufgrund seines viel geringeren Wertes wird dieses Material trotzdem noch häufiger unterschätzt als Industriegold. Aber auch hier gilt: Die Menge macht’s! Während Gold noch eher im Fokus der verarbeitenden Industriebetriebe steht, wird Silber meist einfach entsorgt. Auch von den Edelmetallhändlern wird Silber noch immer unterschätzt: Während viele von ihnen inzwischen den Ankauf von Industriegold anbieten, ist der Handel mit Silberabfällen noch eher unbekannt. Hier bieten sich also gute Perspektiven!

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